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Wissenswertes
Das optimale Klima für Zigarren
Zigarren sollten bei einer Temperatur von 20-21°C und einer
relativen Luftfeuchtigkeit von 70% gelagert werden. Dies entspricht
einem Wassergehalt der Luft von ca. 12g Wasser / Kubikmeter Luft.
Bei diesem Klima enthalten die Zigarren einen Feuchtigkeitsgehalt von
12-14%, was in Fachkreisen als optimal bezeichnet wird. Die Zigarre
brennt gleichmäßig bei gutem Zug, wird nicht beißend oder geht ständig
aus. Der Tabak entfaltet sein volles Aroma.
Was ist die relative Luftfeuchtigkeit?
Die relative Luftfeuchtigkeit bezeichnet den Prozentsatz, der
momentanen absoluten Luftfeuchte in Bezug auf die größtmögliche
absolute Luftfeuchte bei gleicher Temperatur.
Bei 20°C liegt die Sättigung (also 100% absolute Luftfeuchte) bei 17,3
g Wasser/Kubikmeter, 70% sind demnach 17,3 x 0,7 = 12,11 g
Wasser/Kubikmeter.
Bei 0°C ist die Sättigung der Luft bereits bei 4,9 g Wasser/Kubikmeter
erreicht ist. 70% entsprechen also 4,9 x 0,7 = 3,43 g Wasser/Kubikmeter.
Relative Luftfeuchte ist also nicht gleich relative Luftfeuchte.
Eine kleine Tabelle zeigt wie hoch theoretisch die relative Luftfeuchte
bei verschiedenen Temperaturen sein muss um 13% Wasser in der Zigarre
zu erzeugen.
| Temperatur |
15°C |
16°C |
17°C |
18°C |
19°C |
20°C |
21°C |
22°C |
23°C |
24°C |
25°C |
26°C |
27°C |
28°C |
29°C | | Rel. Feuchte |
100% |
95% |
89% |
84% |
79% |
75% |
70% |
66% |
63% |
59% |
56% |
53% |
50% |
47% |
45% |
Fazit:
Man sieht, dass die Empfehlung, Zigarren bei ca. 70-75% rel.
Luftfeuchte zu lagern, sich auf eine Temperatur von 20-21°C bezieht.
Sie können nun auch nachvollziehen, warum oftmals im Sommer die
Zigarren zu schimmeln beginnen. Wenn Sie bei einer Temperatur von 27°C
tatsächlich 75% rel. Luftfeuchte im Humidor haben, dann entspricht dies
nicht mehr den empfohlenen 13 % Wassergehalt in der Zigarre, sondern
18,3%. Nicht viel mehr- aber eben doch zuviel.
Wenn Sie Ihre Zigarren in einem Keller mit 12°C lagern, dann ist es
physikalisch gar nicht mehr möglich, einen Wassergehalt von etwa 13% in
der Zigarre zu erreichen, da hierzu eine rel. Luftfeuchte von über 120%
erforderlich wäre. Sie müssten dann Nebel und Kondenswasser im Humidor
haben. Dann schimmeln die Zigarren aber auch.
Achten Sie immer auf ausreichende Frischluftzufuhr. Regelmäßiges Öffnen
und Auslüften des Humidors tut den Zigarren nur gut und Sie reduzieren
das Risiko von Schimmelbildung.
Was ist bei der Einlagerung zu beachten
Bei der Einlagerung Ihrer Zigarren sollten Sie folgendes beachten:
Entfernen Sie immer die Hülle der Zigarren (meistens aus Cellophan oder Aluminium Tubos)
Falls Sie nicht regelmäßig Ihren Humidor öffnen, sollten Sie ihn
dennoch alle 1-2 Wochen öffnen, so dass wieder Frischluft in den
Humidor eindringen kann.
Die Lebensdauer der Zigarren ist bei optimaler und korrekter Lagerung nicht beschränkt.
Es sollte vermieden werden, den Humidor (auch ohne Glasdeckel) in die Sonne oder unter starkes Licht zu stellen.
Die Feuchtigkeit im Humidor ist zu gering
Die Zigarren sind zu trocken. Befeuchtungssystem und Hygrometer sollten auf Funktion bzw. Genauigkeit geprüft werden.
Ist der Befeuchter für den Humidor zu klein?
Zeigt das Hygrometer die richtige Luftfeuchtigkeit an oder muss es neu kalibriert werden (siehe unter Hygrometer kalibrieren)?
Die Feuchtigkeit im Humidor ist zu hoch
Sollte die Luftfeuchtigkeit im Humidor zu hoch sein, so kann man folgendes unternehmen:
Es sollte sichergestellt werden, dass das Hygrometer kalibriert wurde und der Befeuchter nicht maßlos überdimensioniert ist.
Abweichungen von wenigen Prozent von der 70% Marke sollten keinen Grund
zur Beunruhigung darstellen, da marktübliche Hygrometer mit einer
herstellungsbedingten Ungenauigkeit von 3-5% ausgeliefert werden.
Hygrometer sollten nach längerem Gebrauch neu kalibriert werden (siehe
unter Hygrometer kalibrieren).
Die Zigarren schimmeln
Der Grund für Schimmel ist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit.
Kontrollieren Sie die Luftfeuchtigkeit und halten Sie diese bei
70%-75%. Zusätzlich sollte der Humidor alle 1-2 Wochen geöffnet werden,
so dass wieder frische Luft in das Innere des Humidors gelangen kann.
Der gefürchtete Takakkäfer
Der Tabakkäfer ist ca. 3-5mm groß und frisst sich durch alle
Zigarren durch. Erkennbar ist dies an einem ca. 2mm großen Loch in
Ihren Zigarren, außerdem an Tabakresten auf dem Boden, die an Staub
erinnern. In diesem Falle ist der sicherste Ausweg, alle Zigarren, die
sich in der jeweiligen Kiste oder Humidor befanden zu entsorgen und den
Humidor zu reinigen.
Es ist ratsam auch die scheinbar nicht befallenen Zigarren zu
entsorgen, denn der Tabakkäfer könnte in diesen Zigarren schon seine
Eier abgelegt haben, aus denen dann die Nachkommen schlüpfen.
Der Humidor harzt aus
Die besonderen Öle des spanischen Zedernholzes können nach einiger
Zeit zu Bildung von Harz auf der Oberfläche führen. Diese Harzbildung
ist für den Humidorbesitzer unangenehm. Die Gefahr der Harzbildung
lässt sich durch eine sorgfältige vorherige Trocknung des Holzes
verringern, aber leider nicht vollständig ausschließen.
Der Harz lässt sich meist nur mit einem mit Alkohol befeuchteten Tuch
entfernen. Die betroffenen Stellen sollten dann mit feinkörnigem
Schmirgelpapier nochmals kurz nachbehandelt werden. Diese Reinigung
muss gegebenenfalls zwei bis dreimal wiederholt werden, wenn sich
insbesondere bei breiten Zedernholzeinlagen neues Harz nachbildet.
Der klebrige Harz beeinträchtigt die Qualität der Zigarren nicht, er
kann jedoch bei direktem Kontakt das Deckblatt der betreffenden
Zigarren beschädigen.
Nach der Verwendung von Reinigungsmitteln muss der Humidor in jedem
Fall gut auslüften bevor wieder Zigarren im Humidor gelagert werden.
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